{"id":2,"date":"2013-07-12T08:25:13","date_gmt":"2013-07-12T08:25:13","guid":{"rendered":"http:\/\/deutsch-deutsches-freilandmuseum.de\/wordpress?page_id=2"},"modified":"2024-06-05T07:20:26","modified_gmt":"2024-06-05T05:20:26","slug":"beispiel-seite","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/deutsch-deutsches-freilandmuseum.de\/","title":{"rendered":"Home"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 12pt;\"><strong>Museum- und Denkmalschutzbestrebungen<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Im Jahr 1999 entdeckte die unterfr\u00e4nkische Familie Elke, Andreas und Manuel Erhard eher zuf\u00e4llig die, dem Verfall \u00fcberlassenen Reste der fr\u00fcheren DDR-Grenzbefestigung bei Behrungen in Th\u00fcringen. Zu diesen Baulichkeiten geh\u00f6rte ein ehemaliger Wachturm, dieser wurde bis 1990 von den DDR-Grenzsoldaten milit\u00e4risch genutzt. Auch Fragmente der Zaunsperren sowie diverse milit\u00e4rische Fahrwege fanden sich noch im Areal.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Nach kurzer \u00dcberlegung wurde der Grenzturm einschlie\u00dflich Umland von Familie Erhard erworben. Innerhalb einer ca. einj\u00e4hrigen Gestaltungsphase wurde nun der Turm sprichw\u00f6rtlich durch private Hand an Wochenenden sowie Urlaubs- und freien Tagen komplett renoviert. Mehrere tausend Arbeitsstunden mussten hierf\u00fcr aufgewandt werden. Auch die finanziellen Aufwendungen konnten aus eigenen Mitteln bestritten werden. Steuergelder in Form von Subventionen oder F\u00f6rderleistungen des Landes, Bundes oder Europa wurden nicht in Anspruch genommen. In den weiteren Monaten erfolgte noch der Kauf von Resten des ehemaligen Grenzsignal- und Sperrzaunes sowie der fr\u00fcheren DDR-Staatsgrenze. Auch diese Fragmente der ehemaligen DDR-Grenzanlage konnten in privater Regie in den Originalzustand zur\u00fcckversetzt werden. Ein Teil der bayerischen Landesgrenze mit Informationspunkt und Grenzmarkierungen vervollst\u00e4ndigen das Ensemble.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Es er\u00f6ffnete sich nun den privaten Initiatoren das Gesamtbild der kompletten Grenzstaffelung der fr\u00fcheren DDR. Somit wurde das Areal als \u201eMahnmal deutsch-deutscher Geschichte\u201c bei Behrungen gewidmet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Im Jahr 2003 ergab sich die einmalige Situation des Zusammenschlusses mit weiteren Grenzrelikten auf dem bayerischen Gebiet. Hier im bayerischen Ort Rappershausen ist eine fr\u00fchere, amtliche Grenzinformationsstelle sowie ein Aussichtsturm f\u00fcr den \u201eBlick nach Dr\u00fcben in die Zone\u201c erhalten geblieben. Im Rahmen einer Gr\u00fcndungsurkunde schlossen sich nunmehr die auf westlichen und \u00f6stlichen Territorium stehenden Grenzanlagen zum Deutsch-deutschen Freilandmuseum zusammen. Ideelle Partner sind seither, die Initiatoren (Familie Erhard), der Bundesgrenzschutz, die bayerische und th\u00fcringische Landespolizei, der Landkreis Schmalkalden-Meiningen, das Deutsche Kuratorium zur F\u00f6rderung von Wissenschaft, Bildung und Kultur e.V. sowie die Gemeinden Behrungen und Berkach in Th\u00fcringen und Rappershausen in Bayern. Die Schirmherrschaft liegt beim Th\u00fcringer Kultusminister a.D. Herrn Dr. Michael Krapp. Auch f\u00fcr die Realisierung des Deutsch-deutschen Freilandmuseums wurden keine Steuergelder in Anspruch genommen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">In den weiteren Jahren erwarb und renovierte Familie Erhard zahlreiche Baulichkeiten der deutsch-deutschen Teilungsgeschichte. Hierzu z\u00e4hlen neben baulichen oberirdischen Relikten wie z.B. Grenzt\u00fcrme, Bunker oder Zaunanlagen auch unterirdische Objekte. Das Zusammenwirken von praktischen Naturschutz mit umf\u00e4nglichen Denkmalschutzbestrebungen steht hier im Fokus der T\u00e4tigkeiten. Umf\u00e4ngliche Zeitzeugenbefragungen und Feldforschungen erg\u00e4nzen den Spannungsbogen dieser wissenschaftlichen Bestrebungen zur j\u00fcngeren deutschen Geschichte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Besonderes ist hierbei die Idee, Ausarbeitung und Widmung der \u201eErlebnisstra\u00dfe der deutschen Einheit\u201c zu werten. Die einst geteilten Regionen auf Ost- und Westterritorium werden im Rahmen dieser touristischen Stra\u00dfe der Mahnung und des Gedenkens verbunden, so dass zusammenw\u00e4chst was zusammen geh\u00f6rt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Die zahlreichen Projekte und Initiativen zur gelebten Einheit des Landes und dem zeithistorischen Verm\u00e4chtnis der Teilungsgeschichte sind aussagef\u00e4hige Beispiele des gelebten B\u00fcrgerengagements.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Gemeinn\u00fctziger Tr\u00e4ger aller Projekte ist das Deutsche Kuratorium zur F\u00f6rderung von Wissenschaft, Bildung und Kultur e.V.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\"><a href=\"http:\/\/www.deutsches-kuratorium.de\/\">www.deutsches-kuratorium.de<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\"><a href=\"http:\/\/www.erhard-family.de\">www.erhard-family.de<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Museum- und Denkmalschutzbestrebungen Im Jahr 1999 entdeckte die unterfr\u00e4nkische Familie Elke, Andreas und Manuel Erhard eher zuf\u00e4llig die, dem Verfall \u00fcberlassenen Reste der fr\u00fcheren DDR-Grenzbefestigung bei Behrungen in Th\u00fcringen. 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